Koordinationsübungen

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Ich hoffe, Sie haben sich unsere dringende Empfehlung, ein Ausdauerfundament aufzubauen, zu Herzen genommen und haben mit moderatem Ausdauertraining eine solide konditionelle Basis geschaffen.
Wer immer noch so nach dem Motto „kein Schweiß kein Preis oder no pain no gain“ trainiert, der dürfte meine Bücher ‚Fit in 100 Tagen`(Residenz Verlag) und ‚Enorm in Form – Das Bergmüller-Prinzip bewegt in jedem Alter‘ (Ueberreuter) noch nicht gelesen haben.
Der erste Schritt für genussvolles, erfolgreiches Training ist gemacht. Dass der Ausdauer im Training eine zentrale, ja leistungsvoraussetzende Bedeutung zukommt, hat sich mittlerweile bereits herumgesprochen. Auch im nächsten Abschnitt, sollten Sie an der Verbesserung Ihrer Grundlagenausdauer weiterarbeiten, eventuell auch geringfügig den Umfang erhöhen. Wie schon in unserem vorhergehenden, allgemeinen Teil erwähnt, wird in diesem Abschnitt verstärkt der Koordination, bzw. der Kraftkoordination, sowie der Kraftausdauer-Komponente Augenmerk beigemessen.

Beginnen wir mit der von vielen Freizeitsportlern stark vernachlässigten aber wichtigen Koordinations-Komponente. Koordination (benannt nach seinen zwei lateinischen Wortteilen Zuordnung oder Beiordnung) bedeutet, ein harmonisches Zusammenwirken von Muskeln – nur dieses gewährleistet, dass der Sportler seine Kraft optimal nutzen kann. Der Mensch bewegt sich im stabilen Ungleichgewicht – die bedeutet nichts anderes, als dass unser Organismus permanent bemüht ist, in der Balance zu bleiben, bzw. versucht diese herzustellen. Einfache Gleichgewichtsübungen oder Übungen aus der Laufschule der Leichtathletik sollten uns helfen, beim Sport Probleme mit dem Bewegungsapparat zu vermeiden, bzw. das Verletzungsrisiko zu minimieren. Schifahren beispielsweise ist eine kompositorische Sportart; da kommt dem Zusammenspiel der Skelettmuskeln, angepasst an die jeweilige Anforderungssituation, eine enorme Bedeutung zu. Die Feinabstimmung, ob der Muskel an- oder entspannt sein soll, oder aber auch entsprechend stabilisieren muss, geht vom Zentralnervensystem, bzw. der Skelettmuskulatur aus.
Beim Koordinationstraining verfolgen wir zwei Ziele: die Optimierung des vestibulären Systems und des propriozeptiven Systems. Das Gleichgewichtsorgan befindet sich im Innenohr des Menschen (Vestibularorgan). Für die optimale Orientierung im Raum ist neben dem Vestibularorgan auch das propriozeptive System verantwortlich – Propriozeptions- oder Tiefensensiblitätstraining bedeutet die Ansteuerung unserer Millionen von Rezeptoren (Fühler) in den Muskeln, Sehnen und Gelenken so zu optimieren, dass auch unvorhergesehene Ereignisse (Stolpersteine etc.) uns nicht sofort aus dem Gleichgewicht bringen, sondern kompensiert werden können.

Ziele des Koordinationstrainings
•Verbesserung der Bewegungsqualität
•Ökonomisierung der Bewegung
•Reduzierung des muskulären Ermüdungsgrades
•Erhöhung der allgemeinen und speziellen Leistungsfähigkeit
•Verbesserung der Bewegungskontrolle und damit Reduzierung der Verletzungsgefahr

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